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Mitglied im ABC-Club werden
Wenn Sie Drillinge, Vierlinge oder noch höhergradigen Mehrlinge erwarten oder bereits haben, dann nutzen Sie die Vorteile einer Club-Mitgliedschaft !
Senden Sie das ausgefüllte Antragsformular an das Büro des ABC-Clubs in Hannover:
ABC-Club
Bethlehemstr. 8
30451 Hannover
Der Beitrag beträgt : 30,- € pro Jahr
und ist steuerlich absetzbar.
Informationen und Anmeldeformular anfordern
Der Anmeldebogen [46 KB] liegt als Adobe Acrobat-Datei vor (PDF-Datei). Sie benötigen den Acrobat Reader, um diese Datei lesen und ausdrucken zu können. Bitte nehmen Sie bei einer Anmeldung die Satzung [73 KB] zur Kenntniss.
Sie haben keine Mehrlinge und Sie wollen uns unterstützen ???
Anmeldebogen Fördermitglied [23 KB]
Welchen „Gegenwert“ bietet mir der ABC-Club e. V. für meinen Mitgliedsbeitrag?
Im Zusammenhang mit der bei der Mitgliederversammlung vom 12.4.2003 beschlossenen Beitragserhöhung ab 2004 auf 30,00 € sei mir ein kleiner Rückblick erlaubt:
Nach freiwillig gezahlten Beiträgen seit der Gründung des Vereins 1983 wurde auf der Mitgliederversammlung vom 1.6.1986 ein zu zahlender Mitgliedsbeitrag von 30 DM pro Jahr eingeführt. Dieser Beitrag ist 1993 auf 40 DM erhöht worden und wurde nur im Rahmen der Euroumstellung auf 21 € aufgerundet.
Was haben wir mit allen Aktiven im Verein für inzwischen ca. 1500 Mitgliedsfamilien im ABC-Club erreicht?
Durch den Aufbau des Netzwerkes ABC-Club durch Helga Grützner und später Dorothea Maekeler samt ihren Mitstreitern wurden Kontaktmöglichkeiten untereinander ermöglicht, wenn auch manchmal indirekt über Klinikpersonal, Beratungseinrichtungen oder Veranstaltungen, wo sich der Verein überall schon einmal bekannt gemacht hat. Mehrlingsschwangere werden von uns gewissermaßen (weil wir keine Beratungsstelle sind) beraten sowie vor Ort, wo es Knotenpunkten und benachbarten Mehrlingsfamilien möglich ist, durch Informationen, Besuche, Telefonate, durch die Schwangerschaft begleitet, so dass Ängste und Unsicherheiten gemildert werden können. Stammtische und organisierte Treffen ermöglichen den Erfahrungsaustausch, Mehrlingskuren wurden initiiert und eigene Erholungsmaßnahmen ins Leben gerufen, die Anzeigenecke im ABC-Report hilft, den An- und Verkauf von Drillingsutensilien zu regeln.
Nach langen, beharrlichen Gesprächen und Schriftsätzen ist es dem ABC-Club und Helga Grützner zu verdanken, dass seit 1989 durch die Änderung des Erziehungsgesetzes das Erziehungsgeld nicht mehr einmal pro Geburt, sondern einmal pro Kind gezahlt wird. Ohne eine hohe Mitgliederzahl und den ausdauernden Einsatz einiger weniger Aktiven im ABC-Club wäre man in den vergangenen Jahren in Bund und Ländern (gerade bei Zeiten leerer öffentlicher Kassen) nicht auf die Sorgen und Nöte von Mehrlingsfamilien aufmerksam geworden. Bezüglich der Landespatenschaften in Sachsen, Hessen, Thüringen, den Förderrichtlinien z.B. ganz neu in Baden-Württemberg, konnten die Vertreter unserer Lobby für Mehrlingseltern nichts persönlich für die eigene Familie erreichen, ihr Einsatz kommt nur den Familien zu Gute, die ihre Mehrlinge nach Inkrafttreten solcher Vergünstigungen bekommen haben.
Unsere Aktiven legen die Hände nicht in den Schoß, es gibt noch viel für Mehrlingseltern zu erwirken. Wir haben im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit bei vielen Reproduktionsmedizinern (gerade im Hinblick auf mögliche bleibende Behinderungen bei extremen Frühgeburten sowie dem Konflikt, dem manche Mehrlingsschwangere zum Thema Fetozid ausgesetzt werden) ein Überdenken ihrer ethischen Verantwortung erzielt. Zum Thema Haushaltshilfe konnten wir trotz stetiger Eingaben noch keine gesetzliche Regelung erwirken, um so wertvoller sind doch alle Tipps und Anregungen von gleichbetroffenen Mehrlingseltern, mit denen man sich austauschen kann. Genauso wie in der anstrengenden Baby- und Kleinkindzeit ist ein Erfahrungsaustausch doch auch später noch telefonisch oder an Stammtischen hilfreich: bei Fragen zu Schule, Pubertät, Berufsmöglichkeiten,... ist doch jeder froh, zu erfahren, wie es anderen Familien ergeht oder ergangen ist.
Unser Verein lebt gerade dadurch, dass die Erfahrung der „älteren“ Familien an die jüngeren weitergegeben wird - das ist der Grundgedanke des „Netzwerkes Selbsthilfe“. Nicht die Forderung: Da muss „man“ doch etwas tun!, sondern die Frage an sich selbst: „Was kann ich beitragen, dass etwas geschieht?“ bewirkt die Veränderung. Selbstverständlich hat jeder hier seine persönlichen Grenzen, die toleriert werden müssen. – Damit aber einige wenige aktiv werden und bleiben können (wohlgemerkt immer noch ohne Bezahlung) braucht jeder Verein all die, die statt persönlicher Energie und „Zeitspende“ durch den Mitgliedsbeitrag die Unkosten, die das öffentliche Engagement verursacht, finanzieren.
Ist dies nicht eigentlich selbstverständlich?
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