Hilfe für Familien

Eine Aufstellung der landesabhängigen Förderungen von Mehrlingsfamilien:

  • Niedersachsen: die Sozialministerin übernimmt die Ehrenpatenschaft (250 Euro p. Kind zur Geburt & 250 Euro zur Einschulung)
  • Berlin: Oberbürgermeister übernimmt die Ehrenpatenschaft
  • Hessen: Ministerpräsident übernimmt die Ehrenpatenschaft (bis zur Einschulung der Kinder monatliche Beträge zwischen 50 und 155 Euro)
  • Thüringen: Ministerpräsident übernimmt die Ehrenpatenschaft (Geldgeschenk)
  • Sachsen-Anhalt: Ministerpräsident übernimmt Ehrenpatenschaft (1400 Euro pro Kind zur Geburt)
  • Sachsen: Ministerpräsident übernimmt Ehrenpatenschaft (einmalig 3000 Euro)
  • Baden-Württemberg: Die bisherige Förderung wird aktuell überarbeitet, Höhe und Auszahlung sind noch unklar. Bitte schreibt einen formlosen Antrag an die L-Bank und schickt die Kopien der Geburtsurkunden als Nachweis mit. Sobald es eine Entscheidung des Bundeslandes Hessen gibt, wird die L-Bank auf Euch zukommen.

Diese Liste ist ohne Gewähr!

Drillinge machen mehr Arbeit und kosten mehr Geld als Einzelkinder, auch im Vergleich zu drei nacheinander geborenen Kindern. Daher wird zu Recht immer wieder nach Hilfen von Seiten des Staates, der Krankenversicherung, der Kirchen etc. gefragt. Diese fällt aber eher mager aus. Leider gibt es keine generelle Unterstützung, die der besonderen Lage von Mehrlingsfamilien Rechnung trägt. Die Krankenversicherungen zahlen bei Krankheit, aber das Aufziehen von Drillingen ist nun einmal keine Krankheit. Und der Staat (Bund) verweist auf Zuständigkeiten von Ländern und Kommunen, die aber meist leere Kassen haben und deshalb nur ungern Ausgaben machen, zu denen sie nicht per Gesetz gezwungen sind.

Aber nur Mut! Es lohnt sich häufig, nochmal nachzufragen. Eine Haushaltshilfe kann zum Beispiel eine Erschöpfungsdepression vermeiden, und somit Kosten für die Krankenkasse vermeiden. Auch die Jugendämter können bei Bedarf eine Haushaltshilfe finanzieren. Wenn die Kinder noch auf einer Frühchenstation versorgt werden, kann man auch die Elternberatung oder den Sozialdienst des Krankenhauses um Hilfe bitten, die kennen sich mit der Situation vor Ort aus. Die Organisation „Wellcome“ organisiert ehrenamtliche Helfer (www.wellcome-online.de).

Finanzielle Hilfen von Firmen sind freiwillig – es lohnt sich aber auf jeden Fall, mit einem freundlichen, persönlichen Schreiben um Hilfe zu bitten. Am besten fügt man ein Bild der Kinder (wenn schon geboren) bei. Einige Firmen schicken Proben, manche auch riesige Pakete, oder gewähren Rabatte für Nahrung, Windeln, Babyprodukte, Spielzeug, Möbel, Bücher etc. Auch Babyausstatter gewähren meist Mehrlingsrabatte von 5 – 10%.

In besonders schwierigen Fällen gibt es auch Stiftungen, die in Einzelfällen helfen können – zum Beispiel „Ein Herz für Kinder“ oder „Aktion Kinderträume“, auch das Bundespräsidialamt hilft in besonderen Härtefällen.